Archive for the Veranstaltunsgreihe Februar/März 2009 Category

60 Jahre NATO – kein Grund zum Feiern!

Posted in /termine, Veranstaltunsgreihe Februar/März 2009 on 16. Februar 2009 by amipgoe

Verantaltung mit Uwe Reinecke (Informationsstelle Militarisierung) // Montag, 16.2.2009 // Apex, Burgstraße

60 Jahre und kein bisschen Frieden. Entgegen landläufiger Meinung ist die Geschichte der NATO keine Friedens-, sondern eine Kriegsgeschichte. Unzählige Kriege führten die NATO-Staaten seit Gründung des Militärbündnisses. Mitglied konnte werden, wer wollte und zum weit gefassten Nordatlantikgebiet gehörte. Demokratie war dabei nicht gefragt. Auch konnten die Mitgliedstaaten Kolonialkriege und Bürgerkriege führen. Das schadete der NATO- Mitgliedschaft nie. Und nach dem Zerfall des „Ostblocks“ wollten Demokratie und Friede mit der NATO nicht einkehren.
Ganz im Gegenteil: Jetzt startete die NATO erst so richtig durch. Statt Friedensdividende kamen jetzt verstärkte Aufrüstung und ein weltweiter permanenter Krieg gegen Terror. Uwe Reinecke zeigt, dass die NATO strukturell zum Frieden nicht befähigt ist und seit ihrer Gründung ein Instrument der Entdemokratisierung und der verstärkten Militarisierung der Außenpolitik ist.

Veranstalterin: amip Göttingen, unterstützt durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung

Der Nato die Geburtstagskerzen auspusten Info- und Mobilisierungsveranstaltung zu den Protesten gegen den Nato-Gipfel

Posted in /termine, Veranstaltunsgreihe Februar/März 2009 on 3. Februar 2009 by amipgoe

Zeit: 27.03.2009, 20:00 Uhr
Ort: JuzI-Café, Bürgerstraße 41, 1. Stock

Die Nato will am 03. und 04.04.09 im französisch-deutschen Grenzgebiet Strasbourg/Kehl und in Baden-Baden ihr 60jähriges Bestehen feiern. Seit Monaten bereiten sich Antimilitarist_innen von beiden Uferseiten des Rheins (resistance des deux rives) darauf vor, die Gipfel-Zeremonie nachhaltig zu stören. Die Nato ist das Militärbündnis der reichen Industrienationen zur Durchsetzung der herrschenden Ausbeutungsordnung und Aufrechterhaltung männlicher Gewaltstrukturen – folglich sollten wir sie auflösen, sobald wir stark genug sind.

Bei der Veranstaltung berichten wir über den Stand der Mobilisierung gegen den nato-Gipfel, die Camps, Widerstands-Netzwerke, schauen uns auf Karten die Demo-Routen, Sperrzonen usw. an. Es besteht die Möglichkeit, sich zu Fahrgemeinschaften zusammen zu finden und sich für ein Göttingen-Barrio auf dem Camp zu verabreden. Bereits vom 25. bis 31.03.09 wird im KTS in Freiburg ein ConvergenceCenter eingerichtet sein. Von Göttingen gibt es einen Bus nach Kehl, achet auf Ankündigungen.

Veranstalterin: Antimilitaristische Perspektive (amip)

„Beim Kaffee und beim Kuchen essen Kriegsverbrechen nicht vergessen!“

Posted in /termine, Veranstaltunsgreihe Februar/März 2009 on 3. Februar 2009 by amipgoe

Antifaschistische Matinee mit AktivistInnen aus der Mittenwald-Kampagne (Köln) und der Initiative Keine Ruhe (Göttingen)

Sonntag, 1. März.2009 // 14 Uhr im Jugendzentrum Innenstadt, Bürgerstraße 41, Göttingen

Im bayrischen Mittenwald findet jedes Jahr das größten Traditionstreffen der Bundeswehr statt. Wehrmachts-Kriegsverbrecher und aktive Soldaten gedenken ihrer Toten in Verehrung – begleitet von Protesten: „Seit unserer ersten Intervention in Mittenwald 2002 ist das politische und öffentliche Interesse an der Bestrafung von NS-Kriegsverbrechern und der Verhinderung von Veteranenveranstaltung von Wehrmacht und Waffen-SS stark gewachsen. Es gab an vielen Orten – von Hamburg, Eschweiler, Wunsiedel über Kreta bis zum Schliersee und zum Ulrichsberg in Kärnten – Initiativen gegen die Mörder und ihre Veranstaltungen,“ resümierte die Kampagne im letzten Jahr. Zugleich entstanden neue Initiativen: In über einem Dutzend Städten fanden im letzten Jahr Kundgebungen gegen im Ausland verurteilte deutsche NS-Kriegsverbrecher statt. Im August protestierten AntifaschistInnen in Bad Harzburg gegen den Kriegsverbrecher Michelsen. Er lebt – beispielhaft für viele – seit Jahrzehnten unbehelligt in der BRD.
Wir haben AktivistInnen aus den beteiligten Kampagnen eingeladen um über die aktuellen juristischen Prozesse um Kriegsverbrechen und Entschädigung zu informieren und die Möglichkeiten der Intervention zu diskutieren.

Veranstalter: AK angreifbare Traditionspflege, OG Göttingen
Infos: www.keine-ruhe.org

Kriegerintellektuelle und neue Kriege – Die Verwissenschaftlichung der sozialen Kriegsführung und der Sonderforschungsbereich 700

Posted in /termine, Veranstaltunsgreihe Februar/März 2009 on 3. Februar 2009 by amipgoe

Veranstaltung mit Detlef Hartmann // Freitag, 20. März 2009 // um 20.00 Uhr // Buchladen Rote Straße, Nikolaikirchhof 7

Der soziale Krieg des 21. Jahrhunderts wird immer mehr zu einem wissenschaftlich geführtem. Neue Governanceformen, begleitet und gestützt von sozialwissenschaftlichen Methoden, formulieren und inszenieren neue, selektive Zugriffe auf die jeweiligen sozialen Welten und Konflikte. Vom US-Militär im Laboratorium des Krieges in Afghanistan und im Irak ausgehend, entwickeln sich auch in Deutschland neue Formen zivil-militärischer Zusammenarbeit. Prototyp hierfür ist der Sonderforschungsbereich 700: „Governance in Räumen begrenzter Staatlichkeit“ an der FU Berlin.
„Räume begrenzter Staatlichkeit“ sind immer auch Räume begrenzten Zugriffs auf das Soziale. Mit Hilfe „kritischer WissenschaftlerInnen“ vertieft der SFB 700 den Zugriff in die sozialen Welten und ermöglicht dadurch eine vertiefte zivil-militärische „Bearbeitung“ sozialer Blockaden und Widerstände. Die Koalitionsfähigkeit der neuen Governanceformen ist dabei potenziell unbegrenzt – so kommt es bspw. zu einer positiven Neubewertung der Funktion von Warlords als Modernisierungsagenten – und orientiert sich ausschließlich an der Zielerreichung der Unterwerfung widerständiger Sozialität. Der SFB 700 steht damit auch paradigmatisch für einen Prozess der vertieften Anbindung von „Wissenschaft“ an die globalen Gewalt- und Unterwerfungsstrategien.

Der Referent Detlef Hartmann ist Mitglied des Redaktionskollektivs „Materialien für einen neuen Antiimperialismus“ und seit Jahren u.a. im antimilitaristischen Bereich aktiv.

VeranstalterInnen: Buchladen Rote Strasse, antirassismusplenum und aut

Bundeswehr raus aus den Schulen!

Posted in /termine, Bundeswehrstandorte in Göttingen, Veranstaltunsgreihe Februar/März 2009 on 3. Februar 2009 by amipgoe

Öffentliches Streitgespräch im Göttinger Amtstheater
Montag, 23. März 2009, 13:30 Uhr im Amtsgericht Göttingen, Maschmühlenweg 11, Raum B16

Die Rekrutierungsversuche der Bundeswehr bei ihren Schul-Einsätzen nehmen immer aggressivere Formen an. Geworben wird mit einem sicheren Job und dem großen Abenteuer. Verschwiegen wird die Einbindung in einen Gewaltapparat, die Ausbildung zum Töten, das Führen von Kriegen. Immer mehr SchülerInnen lehnen es ab, Zeit mit JugendoffizierInnen und WehrdienstberaterInnen verbringen zu müssen. Schulleitungen hingegen halten unbekümmert an ihrem Flirt mit dem Militär fest. Auch wenn die Bundeswehr am liebsten gleich mit einem Truck die Schulhöfe besetzt. Vom 28. bis 30. April 2008 war ein solches Bundeswehrfahrzeug für die Göttinger BBS 1 ange­kündigt – letztlich kam es dann doch nicht. Was war passiert?
Im Rahmen der Veranstaltung sollen Möglichkeiten erörtert werden, Bundeswehr-Einsätze an Schulen zukünftig zu erschweren bzw. zu verhindern. Daneben wird der Versuch der Kriminalisie­rung antimilitaristischen Widerstands am Beispiel analysiert. Den Verantwortlichensollen die Konsequenzen ihres Handelns erfahrbar gemacht werden.

Referent: Marcus B. (Netzwerk Gewaltfrei Leben)
GastreferentInnen: E. Wucherpfennig (Schulleiterin der BBS 1),R. Dietrich (EKHK), K.-H. Wüstefeld (PHK)

VeranstalterInnen: Polizeiinspektion (Fachkommissariat 4) und Staatsanwaltschaft in Zusammenarbeit mit dem Amtsgericht.

Kinder und Spielzeug gerne mitbringen.

Drill, Gelöbnis, Zapfenstreich – Militärrituale als Herrschaftsinstrumente

Posted in Veranstaltunsgreihe Februar/März 2009 on 3. Februar 2009 by amipgoe

Veranstaltung mit Markus Euskirchen // Mittwoch, 04.03.09 // 20:30 Uhr // T-Keller, Geismarlandstraße 19, Göttingen

Militärrituale sind fester Bestandteil der Bundeswehr. Truppenintern tragen sie u.a. zur Formung der Soldatenkörper bei. Zur Akzeptanzbeschaffung und Normalisierung
militärischer Gewalt wirken sie auch in die nationale Öffentlichkeit.

Letztendlich dienen Militärrituale der gewaltsamen Aufrechterhaltung des Zusammenhangs Patriarchat-Kapitalismus-Nationalstaat. Dabei geht es z.B. um die (Re-)Produktion von Männlichkeit (als Kämpfer, Techniker, Stratege, Führer) oder um die gesellschaftliche Normalisierung von nationalem Heldentum und Opferbereitschaft.

Der Vortrag zeigt die Zusammenhänge zwischen der Show auf der Oberfläche und den tiefer liegenden propagandistischen Zielen. Markus Euskirchen (www.euse.de) hat Militärrrituale in seiner Dissertation (2005, Papyrossa-Verlag) untersucht. Er veranschaulicht die Ergebnisse seiner Analyse mit Bildern und Filmausschnitten. In einer anschließenden Diskussion können Anknüpfungspunkte für antimilitaristischen Widerstand gefunden werden.

Veranstalterin: Schöner Leben Göttingen
mit freundlicher Unterstützung des Vereins Niedersächsischer Bildungsinitativen e.V. (VNB)

Kinderbetreuung auf Anfrage. Kontakt: post@schoener-leben-goettingen.de